Le figlie della Pietà

il Pretre rosso

Friday, 29. January 2027 19:30

Künstler*innen
Mädchenkantorei Basel
La Cetra Barockorchester & Vokalensemble Basel
Andrea Marcon Leitung

Sakrale Werke für die Mädchen am Ospedela della Pietà in Venedig

Antonio Vivaldi empfing 1703 die Priesterweihe und wurde darauf Kaplan an der Kirche Santa Maria della Pietà in seiner Heimatstadt Venedig. Nur wenig später übernahm er den Violinunterricht und später die musikalische Gesamtleitung am «Ospedale della Pietà» – einem Waisenhaus für Mädchen am Canale Grande, das der Kirche angegliedert war. Unter seiner Leitung erlangte das Ospedale bald einen legendären Ruf: Vivaldi formte ein Spitzenensemble aus Chor und Orchester, für das Musikliebhaber sogar aus dem Ausland anreisten – obwohl die Mädchen und Frauen hinter einem Paravent musizieren mussten. Aus der Zeit am Ospedale sind vor allem die Violinkonzerte bekannt, Vivaldi hat aber für die Mädchen im Waisenhaus auch geistliche Musik komponiert. Eine Auswahl dieser bringt das La Cetra Barockorchester zusammen mit der Mädchenkantorei Basel unter der Leitung von Andrea Marcon in der Martinskirche wieder zu Gehör. Zum Beispiel das Credo in e-Moll, RV 591, Vivaldis einziges reines Chorwerk aus der Kategorie der Sakralmusik, das mehrere Sätze aufweist. Es erklingt auch das emotionale Kyrie, RV 587, angelegt für Doppelchor. Mit einem Chor, der vor allem aus Mädchen- und einigen wenigen Frauenstimmen besteht, erklingen Vivaldis Werke für das Ospedale hier für einmal wieder quasi wie im Original - und werden so für die berühmte Vivaldi-Edition von Naïve auf CD aufgenommen.

TICKETS & INFO
Abos ab sofort erhältlich unter 061 205 33 55
Einzeltickets ab 11. August
Abendkasse 18:30
Einführung 18:45
Konzertbeginn 19:30
Erwachsene CHF 80 / 60 / 40 / 25
Erm. für AHV, Kulturlegi, Kinder & Studis


Mädchenkantorei Basel

Die Mädchenkantorei Basel macht sich seit 1991 als herausragende Chorschule und Konzertchor für junge Sängerinnen einen Namen. In sechs Chorstufen werden rund 130 Mädchen ab vier Jahren und junge Frauen aus der Nordwestschweiz und dem angrenzenden Ausland altersgerecht und gezielt durch ein professionelles musikpädagogisches Team unter der Leitung von Marina Niedel gefördert.rnZiele sind die Freude am Singen, der Umgang mit anspruchsvoller Chorliteratur, die Vermittlung vertiefter Musikkenntnisse und die Förderung von Talent und Expressivität auf der Basis sorgsamer Stimmentwicklung. Neben wöchentlichen Proben sind auch Einzelstimmbildung und Musiktheorieunterricht Teil des Curriculums.rnIn Koproduktionen mit renommierten Partner:innen wie beispielsweise dem Sinfonieorchester Basel, dem Kammerorchester Basel, La Cetra sowie am Theater Basel entwickeln die Sängerinnen ihr musikalisches Potential und präsentieren es vor grossem Publikum. Die Mädchenkantorei Basel nimmt regelmässig an Festivals im In- und Ausland teil und unternimmt Chorlager und Konzertreisen.rnBei La Cetra war die Mädchenkantorei zuletzt bei Bachs Matthäuspassion zu Gast.


Andrea Marcon

Andrea Marcon ist einer der renommiertesten Musiker und Spezialisten auf dem Gebiet der Alten Musik und der Klassik. Geboren im norditalienischen Treviso, studierte er an der Schola Cantorum in Basel u. a. bei Jean-Claude Zehnder, Hans Martin Linde und Jordi Savall sowie bei Luigi Fernando Tagliavini, Hans van Niewkoop, Jesper Christensen, Harald Vogel und Ton Koopman. Seit 2009 ist er künstlerischer Leiter von La Cetra. Tatsächlich begann seine Partnerschaft mit dem La Cetra Barockorchester Basel bereits 1999 mit dem allerersten Konzert des Ensembles. Seither führt er es von Höhepunkt zu Höhepunkt im Rahmen von internationalen Konzerttourneen. Als Gründer der legendären Barockensembles «Sonatori de la Gioiosa Marca» und des Venice Baroque Orchestra gastiert Andrea Marcon seit vielen Jahren in allen bedeutenden Konzertsälen weltweit. Als Gastdirigent arbeitet er zudem mit den Münchner und Berliner Philharmonikern, dem Sinfonieorchester des Bayerischen und des Hessischen Rundfunks, den Bamberger Symphonikern u.v.m. und widmet sich in den letzten Jahren auch dem sinfonischen Repertoire von Beethoven, Schubert, Mendelssohn, Schumann und Brahms. Als Operndirigent war er u. a. an der Oper Frankfurt, den Opern in Valencia, Sevilla und Lausanne, in La Fenice oder am Bolschoi-Theater in Moskau eingeladen. Im Frühling 2023 gab er sein Debut an La Scala di Milano.rnÜber 80 oft preisgekrönte Aufnahmen als Dirigent, Cembalist und Organist zum Teil mit Wiederentdeckungen von Vivaldi, Caldara, Marcello, Galuppi, Porpora, Cimarosa oder Boccherini dokumentieren das reiche Repertoire, mit dem er sich bis heute beschäftigt. 2021 wurde ihm für seine Verdienste um die Musik Händels der Händelpreis der Stadt Halle verliehen.


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La Cetra Barockorchester & Vokalensemble Basel

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