Recital Magdalena Kožená
Monday, 3. May 2027 19:30
Stadtcasino Basel, Musiksaal, Konzertgasse 1, Basel, Schweiz
Künstler*innen
Magdalena Kožená
La Cetra Barockorchester Basel
Andrea Marcon Leitung
Venezianische Musik des Seicento und Hochbarock von Monteverdi, Merula, Castello & Vivaldi
«Zeitloser Barock» ist ein Ausdruck, der oft verwendet wird, um Magdalena Koženás Auftritte zu beschreiben. Ihre Fähigkeit, alten oder traditionellen Stücken einen modernen Ausdruck zu verleihen und das Publikum zu berühren, ist etwas ganz Besonderes. Magdalena Kožená, Andrea Marcon und La Cetra verbindet eine lang jährige musikalische Freundschaft, die vor einigen Jahren für das Album «Monteverdi» gar mit einer Grammy-Nominierung geehrt wurde. In «L’anima veneziana» lassen sie gemeinsam den Glanz aufleben, der von der Lagunenstadt am Übergang von der Renaissance zum Barock ausging. Venedig war damals «Epizentrum» neuester Entwicklungen der Kompositionspraxis, die den dramatischen Charakter bewegender Geschichten wie keine andere Musik davor zum Ausdruck zu bringen vermochte. Bindeglied im ersten Programmteil sind Motetten, Opernarien aus L'incoronazione di Poppea und Instrumentalwerke von Monteverdi und dessen Zeitgenossen Tarquinio Merula, Biagio Marini und Castello. Mit ihrer Eindringlichkeit verkörpern sie die expressive Modernität ihrer Zeit. Bestes Bei spiel ist Monteverdis Arie «Addio Roma», in der Ottavia ihre Verbannung aus Rom durch Kaiser Nero auf herzzerreissende Art und Weise beklagt. Vivaldi war hauptverantwortlich für eine zweite musikhistorische Blütezeit Venedigs am Beginn des 18. Jahrhunderts. Im zweiten Teil des Konzerts warten Arien aus verschiedenen seiner Opern nur darauf, von Andrea Marcon, Magdalena Kožená und La Cetra zu neuem Leben erweckt zu werden.
TICKETS & INFO
In Kooperation mit Allgemeine Musikgesellschaft
Abendkasse 18:30
Konzertbeginn 19:30
Im Abo über La Cetra – Einzeltickets nur über AMG
Ermässigungen für Freundeskreis-Mitglieder
Magdalena Kožená
Magdalena Kožená zählt seit über zwei Jahrzehnten zu den international etablierten Mezzosopranistinnen. Ihre künstlerische Vielseitigkeit zeigt sich in einer preisgekrönten Diskografie, renommierten Opernrollen und innovativen Bühnenprojekten. Nach langjähriger Zusammenarbeit mit Deutsche Grammophon veröffentlicht sie seit 2017 bei Pentatone hochgelobte Alben – zuletzt persönliche Programme mit der Tschechischen Philharmonie und Sir Simon Rattle. In den letzten Jahren war sie u. a. als Alcina, Carmen, Octavian und Donna Elvira auf bedeutenden Bühnen Europas zu erleben. Kožená arbeitet regelmäßig mit herausragenden Dirigenten wie Simon Rattle, Giovanni Antonini oder Andrea Marcon sowie führenden Orchestern wie der Berliner und der Wiener Philharmoniker, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und La Cetra. Ihre genreübergreifenden Projekte mit Barockmusik, Flamenco und Jazz zeigen eine außergewöhnliche künstlerische Neugier. In der Saison 2024/25 ist sie mit der Matthäuspassion, Kurt Weills Seven Deadly Sins und als Donna Elvira in einer Neuproduktion von Don Giovanni beim Festival d’Aix-en-Provence zu erleben. 2003 wurde sie von der französischen Regierung zur Chevalier de l’Ordre des Arts et des Lettres ernannt. Bei La Cetra war Magdalena zuletzt in Ariodante zu erleben.
Andrea Marcon
Andrea Marcon ist einer der renommiertesten Musiker und Spezialisten auf dem Gebiet der Alten Musik und der Klassik. Geboren im norditalienischen Treviso, studierte er an der Schola Cantorum in Basel u. a. bei Jean-Claude Zehnder, Hans Martin Linde und Jordi Savall sowie bei Luigi Fernando Tagliavini, Hans van Niewkoop, Jesper Christensen, Harald Vogel und Ton Koopman. Seit 2009 ist er künstlerischer Leiter von La Cetra. Tatsächlich begann seine Partnerschaft mit dem La Cetra Barockorchester Basel bereits 1999 mit dem allerersten Konzert des Ensembles. Seither führt er es von Höhepunkt zu Höhepunkt im Rahmen von internationalen Konzerttourneen. Als Gründer der legendären Barockensembles «Sonatori de la Gioiosa Marca» und des Venice Baroque Orchestra gastiert Andrea Marcon seit vielen Jahren in allen bedeutenden Konzertsälen weltweit. Als Gastdirigent arbeitet er zudem mit den Münchner und Berliner Philharmonikern, dem Sinfonieorchester des Bayerischen und des Hessischen Rundfunks, den Bamberger Symphonikern u.v.m. und widmet sich in den letzten Jahren auch dem sinfonischen Repertoire von Beethoven, Schubert, Mendelssohn, Schumann und Brahms. Als Operndirigent war er u. a. an der Oper Frankfurt, den Opern in Valencia, Sevilla und Lausanne, in La Fenice oder am Bolschoi-Theater in Moskau eingeladen. Im Frühling 2023 gab er sein Debut an La Scala di Milano.rnÜber 80 oft preisgekrönte Aufnahmen als Dirigent, Cembalist und Organist zum Teil mit Wiederentdeckungen von Vivaldi, Caldara, Marcello, Galuppi, Porpora, Cimarosa oder Boccherini dokumentieren das reiche Repertoire, mit dem er sich bis heute beschäftigt. 2021 wurde ihm für seine Verdienste um die Musik Händels der Händelpreis der Stadt Halle verliehen.
