I Musici de la Cetra
Thursday, 24. September 2026 19:30
Künstler*innen
La Cetra Barockorchester Basel
Katharina Heutjer & Eva Saladin Violinen & Leitung
Orchesterwerke von Bach, Händel, Fasch, Zelenka & Vivaldi
Die Saison 26/27 von La Cetra startet mit einem facettenreichen Instrumentalprogramm aus Concerti und Ouvertüren, das Verbindungen und gegenseitige Inspiration wichtiger Barockkomponisten ins Zentrum stellt: Bach und Händel etwa, die beide nur wenige Wochen auseinander im Frühjahr 1685 in Ostdeutschland geboren wurden. Händel zog es bekanntlich bald nach London, Bach blieb dem thüringischen und sächsischen Raum ein Leben lang treu. Beide waren mit der jeweiligen Musik des anderen vertraut, zu einem Treffen der beiden kam es allerdings nie. Mehr Berührungspunkte hatte Bach mit dem sechs Jahre älteren Jan Dismas Zelenka, der lange Zeit in Dresden wirkte – wie Carl Philipp Emanuel Bach später berichtete, kannten und schätzten sich sein Vater und Zelenka. Ebenfalls von Bach geschätzt wurde dessen Zeitgenosse Johann Friedrich Fasch, der unter Bachs Vorgänger an der Leipziger Thomaskirche, Johann Kuhnau, studierte. Bach und Fasch bewarben sich beide um dessen Nachfolge als Thomaskantor. Bach, Händel, Zelenka und Fasch ist eine Bewunderung und Inspiration durch die italienische Musik des 17. und 18. Jahrhunderts gemeinsam. Und so erklingt zum Schluss des Instrumentalabends zum Saisonbeginn von La Cetra Vivaldis Concerto in h-Moll, RV 580 für vier Violinen. 1711 in Amsterdam erstmals publiziert, hat es unter anderem Bach derart inspiriert, dass er es ein paar Jahre später für vier Cembali arrangierte. Geleitet wird die Saisoneröffnung von den beiden Konzertmeisterinnen Katharina Heutjer und Eva Saladin, die auch die Soloviolinen spielen.
TICKETS & INFO
Abos ab sofort erhältlich unter 061 205 33 55
Einzeltickets ab 11. August
Abendkasse 18:30
Konzertbeginn 19:30
Erwachsene CHF 70 / 50 / 30 / 20
Erm. für AHV, Kulturlegi, Kinder & Studis
Katharina Heutjer
Katharina Heutjer studierte Barockvioline an der „Schola Cantorum Basiliensis“ bei Chiara Banchini, wo sie das Solodiplom mit Auszeichnung erhielt. Sie wurde mit zahlreichen nationalen und internationalen Ersten Preisen bei Wettbewerben wie Charles Hennen Concours, Niederlande, sowie Musica Antiqua Brügge ausgezeichnet. Eine sehr aktive Konzerttätigkeit als Ensemblemusikerin und Konzertmeisterin mit verschiedenen führenden, europäischen Ensembles führte sie zu Konzerten in die grosse, weite Welt, am liebsten aber spielt sie in Basel, wo sie mit ihrer Familie lebt, für das heimische Publikum. Seit 2008 ist sie Konzertmeisterin von La Cetra Basel. Von einer Mäzenin erhielt sie 2017 eine Barockvioline von Sebastian Klotz, Mittenwald 1760, die sie abwechselnd mit ihrer Violine von Daniel Frisch spielt.
Eva Saladin
Eva Saladin studierte bei Kees Koelmans und Lucy van Dael am Konservatorium Amsterdam und bei Leila Schayegh an der Schola Cantorum Basiliensis. 2013 schloss sie das Studium mit Auszeichnung ab. Auch beschäftigte sie sich intensiv mit historischer Improvisation in der Klasse von Rudolf Lutz. Heute lebt sie in Basel. In ihrer freischaffenden Arbeit als Solistin und Kammermusikerin mit einem Repertoire vom Frühbarock bis zur Frühromantik legt sie grossen Wert auf historische Spieltechniken, stilgerechte Ornamentik und Improvisation. Zudem engagiert sie sich für zeitgenössisches Musiktheater und Performance. Sie ist Konzertmeisterin bei La Cetra Barockorchester Basel, Gli Angeli Genève und ihrem eigenen Ensemble Odyssee. Auch spielt sie regelmässig in führenden Positionen mit Collegium Vocale Gent, Nederlandse Bachvereniging, Profeti della Quinta oder Il Gusto Barocco. In 2021 war sie Artist in Residence am Festival Oude Muziek Utrecht. Dazu trat sie auf an Festivals wie MA Festival Brugge, Les Nuits de Septembre, Festival de Saintes, Festival de Lanvellec, Barockfestspiele Bad Arolsen, Barockfestspiele Sanssouci, Festival de Verbier, York Early Music Festival, Crete Senesi, Milano Arte e Musica. Sie nahm zahlreiche CDs für verschiedene Labels auf. Ihr Solo-Album “The Di Martinelli Manuscript” erschien 2021 bei Glossa. Im 2023erschien ihre Gesamteinspielung der Sonaten von Antonio Pandolfi Mealli bei Challenge Records. Ihr drittes Album, mit einer Auswahl aus Francesco Maria Veracini’s “Sonate Accademiche”, erschien ebenfalls bei Challenge im Juni 2025. Seit 2024 ist sie Professorin für Barockvioline an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien.
