Bach: Magnificat

Basler Advent

Tuesday, 8. December 2026 19:30

Künstler*innen
Miriam Feuersinger Sopran
Lea Müller Mezzosopran
Beth Taylor Mezzosopran
Jacob Lawrence Tenor
José Coca Loza Bass
La Cetra Barockorchester & Vokalensemble Basel
Andrea Marcon Leitung

Weihnachtliche Musik von Corelli, Pez, Scarlatti & J. S. Bach Magnificat BWV 243

Bereiten Sie sich mit La Cetra stimmungsvoll auf Weihnachten vor! Nach den Passionen, der h-Moll-Messe und dem Weihnachtsoratorium setzen wir unsere intensive Beschäftigung mit den grossen Bach-Werken fort und widmen uns nun dem Magnificat – kombiniert mit anderen weihnachtlichen Stücken aus der Barockzeit: Im ersten Teil ertönt zunächst Corellis Concerto per la Notte di Natale, das an Weihnachten 1690 im Apostolischen Palast in Anwesenheit von Papst Alexander VIII. erstmals aufgeführt wurde. Es folgt mit Johann Christoph Pez ein zu Lebzeiten bedeutender, heute weitgehend unbekannter Komponist, der um 1700 in München und Stuttgart wirkte. Pez, der unter anderem von Telemann und Bach geschätzt und aufgeführt wurde, schrieb für die Weihnachtsliturgie sein zauberhaftes Concerto Pastorale für zwei Blockflöten und Streichorchester. Scarlattis bewegende Vertonung des Salve Regina für Alt in A-Dur besingt dann die Gottesmutter Maria. Bachs Magnificat, in der zweiten Konzerthälfte, gehört aufgrund seines feierlichen Charakters zu den beliebtesten Weihnachtsmusiken überhaupt. Er vertonte den lateinischen Text aus dem Lukasevangelium erstmals im Jahr 1723, kurz nach seinem Amtsantritt als Thomaskantor in Leipzig. Die erste Fassung, BWV 243a, steht in Es Dur und beinhaltet neben dem lateinischen Teil auch vier deutsche Weihnachtslieder. Rund zehn Jahre später schrieb Bach eine zweite Version (BWV 243) in D-Dur, aus der er die deutschen Weihnachtslieder wieder entfernte, die Instrumentierung änderte und gewisse Stellen harmonisch glättete. Diese zweite Fassung ist in unserem festlichen Adventskonzert zu hören.

TICKETS & INFO
In Kooperation mit Allgemeine Musikgesellschaft
Abos ab sofort erhältlich unter 061 205 33 55
Abendkasse 18:30
Konzertbeginn 19:30
Im Abo über La Cetra – Einzeltickets nur über AMG
Ermässigungen für Freundeskreis-Mitglieder

 

 


Miriam Feuersinger

Die aus Österreich stammende Echo-und OPUS-Klassik-Preisträgerin Miriam Feuersinger (Sopran) gehört zu den führenden Sopranistinnen im Bereich der geistlichen Barockmusik. Ihre große Liebe gilt musikalisch und inhaltlich dem Kantaten- und Passionswerk von J.S. Bach und seinen Zeitgenossen, worauf auch eine rege internationale Konzerttätigkeit schließen lässt. Seit 2014 veranstaltet sie zusammen mit dem Cellisten Thomas Platzgummer die Reihe „Bachkantaten in Vorarlberg“. Die Sopranistin ist regelmäßig bei renommierten Bachreihen wie der „Bachstiftung Trogen“ (CH), „All of Bach“ (NL) und der „Bachakademie Stuttgart“ (D) zu Gast, weiters bei Festivals wie dem „Bachfest Leipzig“ (D), „Bachfesttage Köthen“ (D), „Bachtage Rostock“ (D), „Bachcelona“ (ES), „Abendmusiken in der Predigerkirche“ (CH), „Bach-Biennale Weimar“ (D) u. a. Weitere schöne Schwerpunkte ihres musikalischen Schaffens liegen in dem breiten Spektrum der geistlichen Musik vom Barock bis hin zur Spätromantik sowie im Liedbereich.


Lea Elisabeth Müller

Die österreichische Mezzosopranistin Lea Elisabeth Müller absolvierte ihre Studien in „Sologesang“ am Vorarlberger Landeskonservatorium Feldkirch, sowie im Masterstudium „Musiktheater“ an den Musikhochschulen Nürnberg und Köln. Wichtige Impulse erhielt sie von Kurt Widmer, Claudia Rüggeberg, Britta Schwarz, Emma Kirkby und Anke Vondung. Regelmäßig wird Lea Elisabeth stimmlich von Miriam Feuersinger betreut. Als Solistin ist sie regelmäßig u.a. bei Bach-Kantatenreihen in Vorarlberg und Freiburg zu hören.rnIm Dezember 2024 debütierte sie in der Isarphilharmonie München mit den Münchner Philharmonikern mit J. S. Bachs „Magnificat“ unter der Leitung von Andrea Marcon. Im Stuttgarter Dom war sie in diesem Jahr als Alt-Solistin mit J. S. Bachs „Matthäus-Passion“ unter der Leitung von Lydia Schimmer zu erleben.rnBeim 12. Internationalen Telemann-Wettbewerb für Gesang 2023 in Magdeburg wurde Lea Elisabeth Müller als Finalistin mit dem Bärenreiter-Urtext-Preis ausgezeichnet.rnMit La Cetra unter der Leitung von Andrea Marcon trat Lea Elisabeth Müller mit J. S. Bachs „h-Moll Messe“ in Valencia und Granada auf. 2026 wird sie u.a. im Dom zu Speyer mit J. S. Bachs Osteroratorium und im Dom Feldkirch mit „Concerto Stella Matutina“ mit J. S. Bachs Johannespassion als Alt-Solistin zu hören sein.


Beth Taylor

Beth Taylor, Absolventin des Royal Conservatoire of Scotland, ist u. a. Gewinnerin des Elizabeth Connell Award 2022 sowie Preisträgerin des Wigmore Hall Wettbewerbs 2019. Sie konzertiert in den bedeutendsten Sälen Europas. In der Saison 2024/25 war sie mit The English Concert in der Carnegie Hall, der Barbican Hall und in San Francisco zu erleben sowie mit Beethovens 9. Sinfonie u. a. in Paris, Boston und Montréal. Von The Guardian für ihre „dunkle und fokussierte“ Stimme und „sensationellen Koloraturen“ gelobt und von The Times für ihre eindringliche Bühnenpräsenz hervorgehoben, zählt sie zu den spannendsten jungen Mezzosopranistinnen. 2024/25 debütierte sie als La Cenerentola in Nancy, mit weiteren Engagements u. a. in Luxemburg, Caen und Reims. Konzertauftritte umfassen u. a. Mahler, Beethoven und Mozart in führenden Häusern Europas und Nordamerikas. Zu ihren jüngsten Opernrollen zählen Partien bei Glyndebourne, der Deutschen Oper Berlin, Oper Frankfurt und dem Opernhaus Zürich. Auf dem Konzertpodium war sie u. a. bei den Salzburger Festspielen, BBC Proms und in der Elbphilharmonie zu hören. Bei La Cetra war Beth unter anderem bei Vivaldis Arsilda zu erleben.


Jacob Lawrence

Der britisch-australische Tenor Jacob Lawrence ist bekannt für seine Interpretationen von Vokalmusik des Mittelalters bis zur Klassik. Nach seinem Studium am Melbourne Conservatorium of Music zog er 2016 nach Basel, um an der Schola Cantorum Basiliensis bei Gerd Türk zu studieren. Seitdem hat er eine rege Konzerttätigkeit entfaltet und ist mit vielen führenden Ensembles für Alte Musik in Europa aufgetreten. Lawrence war Preisträger der 10. Ausgabe von «Jardin des Voix», des Programms für junge Künstler von Les Arts Florissants, in dem er die Rolle des Emilio in Händels «Partenope» sang. Unter der Leitung von William Christie und Paul Agnew tourte die Produktion mit 15 Aufführungen durch Europa, darunter zum Lucerne Festival, in die Philharmonie de Paris, den Palau de les Arts Reina Sofía in Valencia und das Gran Teatre del Liceu in Barcelona. Zum Opernrepertoire des Sängers gehören die Titelrolle in Monteverdis «L’Orfeo» (mit dem Ensemble Profeti della Quinta beim Festival Trigonale in Kärnten und mit Lamento – Gare du Nord Basel im Schlosstheater Schwetzingen), Ubaldo in Haydns «Armida», Eumete; Giove in Monteverdis «Il Ritorno d’Ulisse in Patria» und Soldato, Lucano Liberto in «L’incoronazione di Poppea» (mit der Pinchgut Opera), Aeneas in Purcells «Dido and Aeneas» (mit dem Royal Melbourne Philharmonic Orchestra beim Peninsula Summer Music Festival) und Hyllus in Händels «Hercules» (mit der Kompanie «Handel in the Theatre» in Canberra). Jacob Lawrence ist ein gefragter Consort-Sänger und Solist mit einer ausgeprägten Leidenschaft für die Musik des Mittelalters und der Renaissance. Er tritt regelmäßig in Konzerten mit Gruppen wie Vox Luminis, Profeti della Quinta, Ensemble Correspondances, La Cetra Basel, Le Miroir de Musique und Ensemble Leones auf. Auch arbeitet er regelmäßig mit Elam Rotem und Early Music Sources zusammen. Im Jahr 2020 war Jacob Preisträger des Wettbewerbs Schloss Weißenbrunn für historische Improvisation sowie des Internationalen Gesangswettbewerbs für Barockoper Pietro Antonio Cesti. Bei La Cetra war Jacob zuletzt als Solist in Scarlattis La Giuditta zu hören.


José Coca Loza

Der in Zürich lebende bolivianische Bass José Coca Loza eröffnet die Saison 2021/22 mit den Bassarien in einer szenischen Produktion von Bachs Matthäuspassion am Theater Basel. Anschließend singt er die Christuspartie in der Johannespassion in Madrid (RTVE, Teatro Monumental). Sein Debüt an der Wiener Staatsoper gibt er als Alidoro in Rossinis La Cenerentola unter Gianluca Capuano; zudem ist er mit La Ritirata in Scarlattis Il Giardino di rose in Cuenca zu hören. Zu den jüngsten Höhepunkten zählen u. a. der Basspart in Händels Messias im Théâtre des Champs-Élysées und am Grand Théâtre de Genève (Regie: Robert Wilson, Dirigent: Marc Minkowski), ein Galakonzert im Teatro Olimpico in Vicenza mit Andrea Marcon und dem Venice Baroque Orchestra sowie Auftritte mit Ensemble Matheus unter Jean-Christophe Spinosi. Er debütierte am Royal Opera House Covent Garden (Lesbos in Agrippina neben Joyce DiDonato), sang u. a. Caronte (L’Orfeo), Rocco (Fidelio), Alidoro auf Tour mit Cecilia Bartoli sowie Partien bei den Salzburger Festspielen, im Concertgebouw Amsterdam und bei internationalen Festivals. Konzertant war er u. a. mit Mozarts Requiem in Zürich und Den Haag zu hören. Nach seinem Studium in Basel war er Mitglied des Opernstudios Theater Basel und ist seit 2014 Schüler von Silvana Bazzoni. Bei La Cetra war José unter anderem bei Arsilda zu Gast.


Andrea Marcon

Andrea Marcon ist einer der renommiertesten Musiker und Spezialisten auf dem Gebiet der Alten Musik und der Klassik. Geboren im norditalienischen Treviso, studierte er an der Schola Cantorum in Basel u. a. bei Jean-Claude Zehnder, Hans Martin Linde und Jordi Savall sowie bei Luigi Fernando Tagliavini, Hans van Niewkoop, Jesper Christensen, Harald Vogel und Ton Koopman. Seit 2009 ist er künstlerischer Leiter von La Cetra. Tatsächlich begann seine Partnerschaft mit dem La Cetra Barockorchester Basel bereits 1999 mit dem allerersten Konzert des Ensembles. Seither führt er es von Höhepunkt zu Höhepunkt im Rahmen von internationalen Konzerttourneen. Als Gründer der legendären Barockensembles «Sonatori de la Gioiosa Marca» und des Venice Baroque Orchestra gastiert Andrea Marcon seit vielen Jahren in allen bedeutenden Konzertsälen weltweit. Als Gastdirigent arbeitet er zudem mit den Münchner und Berliner Philharmonikern, dem Sinfonieorchester des Bayerischen und des Hessischen Rundfunks, den Bamberger Symphonikern u.v.m. und widmet sich in den letzten Jahren auch dem sinfonischen Repertoire von Beethoven, Schubert, Mendelssohn, Schumann und Brahms. Als Operndirigent war er u. a. an der Oper Frankfurt, den Opern in Valencia, Sevilla und Lausanne, in La Fenice oder am Bolschoi-Theater in Moskau eingeladen. Im Frühling 2023 gab er sein Debut an La Scala di Milano.rnÜber 80 oft preisgekrönte Aufnahmen als Dirigent, Cembalist und Organist zum Teil mit Wiederentdeckungen von Vivaldi, Caldara, Marcello, Galuppi, Porpora, Cimarosa oder Boccherini dokumentieren das reiche Repertoire, mit dem er sich bis heute beschäftigt. 2021 wurde ihm für seine Verdienste um die Musik Händels der Händelpreis der Stadt Halle verliehen.


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