Klassik im Originalklang zum Beethoven-Jahr
Samstag, 6. März 2027 19:00
Künstler*innen
La Cetra Barockorchester Basel
Andrea Marcon Leitung
Coriolan-Ouvertüre, Sinfonie Nr. 1 & Sinfonie Nr. 7
Im März 2027 jährt sich der Todestag von Beethoven zum 200. Mal. Seine Musik wird auf dieser Welt täglich gespielt, seltener aber auf Originalinstrumenten seiner Zeit. Zum Beethoven-Jubiläum nimmt sich das La Cetra Barockorchester genau dies vor – es spielt zwei Sinfonien des grossen Komponisten so, wie sie damals geklungen haben mögen. Beethoven war 29 Jahre alt, als er seine 1. Sinfonie schrieb. Seit 1792 weilte er in Wien, hatte Kompositionsunterricht bei Haydn und Salieri genossen, sich einen Namen als fantasievoller Pianist und bereits verschiedentlich Bekanntschaft mit gut betuchten Musikliebhabern gemacht. Bereit, sich auf das Feld der Sinfonik zu wagen, feierte er mit der Uraufführung der 1. Sinfonie in C-Dur, op. 21 im April 1800 einen grossen Erfolg. Elf Jahre später hatte er bereits fünf weitere Sinfonien vollendet, darunter die berühmt gewordene Eroica, die Sinfonie Nr. 5 in c-Moll und die Pastorale. Obwohl Beethoven während der Komposition bereits zunehmend von der Schwerhörigkeit geplagt war, feierte auch seine 7. Sinfonie in A-Dur, op. 92 einen grossen Erfolg: Bei der Uraufführung im Dezember 1813 dirigierte er selbst, im Orchester spielten unter anderem Louis Spohr, Johann Nepomuk Hummel, Giacomo Meyerbeer und Antonio Salieri. Eine Annäherung daran, was das Publikum damals hörte, können Sie im Stadtcasino erleben – das heisst im Vergleich zu heute gängigen Interpretationen: weniger Bombast und weniger Vibrato, dafür umso mehr Wirkung des revolutionären Charakters der Musik. Eröffnet wird unser Beethoven-Konzert mit der Schauspielouvertüre zu Coriolan.
TICKETS & INFO
Abos ab sofort erhältlich unter 061 205 33 55
Einzeltickets ab 11. August
Abendkasse 18:30
Konzertbeginn 19:30
Erwachsene CHF 90 / 70 / 50 / 30
Erm. für AHV, Kulturlegi, Kinder & Studis
Andrea Marcon
Andrea Marcon ist einer der renommiertesten Musiker und Spezialisten auf dem Gebiet der Alten Musik und der Klassik. Geboren im norditalienischen Treviso, studierte er an der Schola Cantorum in Basel u. a. bei Jean-Claude Zehnder, Hans Martin Linde und Jordi Savall sowie bei Luigi Fernando Tagliavini, Hans van Niewkoop, Jesper Christensen, Harald Vogel und Ton Koopman. Seit 2009 ist er künstlerischer Leiter von La Cetra. Tatsächlich begann seine Partnerschaft mit dem La Cetra Barockorchester Basel bereits 1999 mit dem allerersten Konzert des Ensembles. Seither führt er es von Höhepunkt zu Höhepunkt im Rahmen von internationalen Konzerttourneen. Als Gründer der legendären Barockensembles «Sonatori de la Gioiosa Marca» und des Venice Baroque Orchestra gastiert Andrea Marcon seit vielen Jahren in allen bedeutenden Konzertsälen weltweit. Als Gastdirigent arbeitet er zudem mit den Münchner und Berliner Philharmonikern, dem Sinfonieorchester des Bayerischen und des Hessischen Rundfunks, den Bamberger Symphonikern u.v.m. und widmet sich in den letzten Jahren auch dem sinfonischen Repertoire von Beethoven, Schubert, Mendelssohn, Schumann und Brahms. Als Operndirigent war er u. a. an der Oper Frankfurt, den Opern in Valencia, Sevilla und Lausanne, in La Fenice oder am Bolschoi-Theater in Moskau eingeladen. Im Frühling 2023 gab er sein Debut an La Scala di Milano.rnÜber 80 oft preisgekrönte Aufnahmen als Dirigent, Cembalist und Organist zum Teil mit Wiederentdeckungen von Vivaldi, Caldara, Marcello, Galuppi, Porpora, Cimarosa oder Boccherini dokumentieren das reiche Repertoire, mit dem er sich bis heute beschäftigt. 2021 wurde ihm für seine Verdienste um die Musik Händels der Händelpreis der Stadt Halle verliehen.
