Amore & Vendetta

a voce sola

Freitag, 6. November 2026 19:30

Künstler*innen
Benedetta Mazzucato Contralto
La Cetra Barockorchester Basel
Andrea Marcon Leitung

Barocke Arien von Vivaldi bis Scarlatti

Dieses Programm ist eine berührende Hommage von Contralto Benedetta Mazzucato, die damit dem weiblichen Geist und der Emotionswelt von Frauen Tribut zollt. Jede der ausgewählten Barockarien steht für ein bestimmtes Gefühl – von Liebe über Wut, Rache, Opferbereitschaft bis hin zum Mutterinstinkt. Damit möchte Mazzucato auch ihren Vorfahrinnen – real oder im Reich der Fantasie – gedenken, die sie inspirierten und stets auf ihrem Weg begleiteten. Sie nennt das Konzert auch «eine Hymne an die Wahrheit, an die Aufrichtigkeit, an die unverblümte Ehrlichkeit des menschlichen Herzens». Die von Benedetta Mazzucato gesungenen Arien stammen hauptsächlich aus Opern von Händel und Vivaldi, angefangen bei Bradamantes wütender Rache- Arie «Vorrei vendicarmi» aus Alcina. Dieselbe Bradamante drückt in «Io son ne’ lacci tuoi» aus Vivaldis Orlando Furioso Treue, Beständigkeit und Hoffnung aus. Sorgenvoll und betrübt dagegen ist das Herz der Arsilda in «lo sento in questo seno», während Galatea in «Se m’ami, o caro» Trost sucht. Mit «Saprà delle mie of fese» aus Händels Serse wird noch einmal die Rache heraufbeschworen. «Così potessi anch’io» ist eine längere, klassische Liebesklage der Alcina, wiederum aus Vivaldis Orlando Furioso. Schliesslich findet Irene in «Par che mi nasca in seno» aus Händels Tamerlano inmitten von Liebeskummer einen Hoffnungsschimmer. Das Programm ist ein bewegendes Porträt verschiedener Frauenfiguren und Gefühlszustände, eine Reise ins Innerste des Herzens. Auf dieser Reise begleitet wird Benedetta Mazzucato vom La Cetra Barockorchester unter Andrea Marcon.

TICKETS & INFO
Abos ab sofort erhältlich unter 061 205 33 55
Einzeltickets ab 11. August
Abendkasse 18:30
Konzertbeginn 19:30
Erwachsene CHF 80 / 60 / 40 / 25
Erm. für AHV, Kulturlegi, Kinder & Studis


Benedetta Mazzucato

Benedetta Mazzucato vervollständigte ihre Ausbildung im Rahmen der Accademia Rossiniana beim Rossini Opera Festival Pesaro, im Domingo Thornton Young Artist Program der Los Angeles Opera sowie beim Young Singers Project der Salzburger Festspiele. Seither gehören Partien wie Maddalena in Verdis «Rigoletto», die zweite Hexe in Purcells «Dido and Aeneas», Dori in Salieris «La grotta di Trofonio», Ottavia in Monteverdis «L’incoronazione di Poppea» sowie Zulma in Rossinis «L’italiana in Algeri» zu ihrem Repertoire. Engagements führten sie u. a. an die Opéra Royal de Wallonie, Opéra de Toulon, Opéra de Vichy, ans Teatro di San Carlo in Neapel, in die Caracalla- Thermen in Rom und zum Festival Oude Muziek in Utrecht. Sie gastierte mit Mahlers «Das Lied von der Erde» mit dem Concertgebouw-Orchester in Rom und Turin, als Maddalena in Verdis «Rigoletto» im Reggio Emilia Restate, als Nireno in Händels «Giulio Cesare» beim Versailles Festival und mit Pergolesis «Stabat Mater» im Pariser Palais Royale. Mazzucato arbeitet regelmäßig mit dem Ensemble L’Arpeggiata zusammen, tourte mit Le Jardin de Voix und gastierte in New York, Madrid, Moskau, Amsterdam und Helsinki. Sie war Finalistin des Cesti-Wettbewerbs in Innsbruck sowie des Wettbewerbs «Renata Tebaldi» in San Marino. Bei La Cetra war Benedetta zuletzt in Scarlattis La Giuditta zu Gast.


Andra Marcon

Andrea Marcon ist einer der renommiertesten Musiker und Spezialisten auf dem Gebiet der Alten Musik und der Klassik. Geboren im norditalienischen Treviso, studierte er an der Schola Cantorum in Basel u. a. bei Jean-Claude Zehnder, Hans Martin Linde und Jordi Savall sowie bei Luigi Fernando Tagliavini, Hans van Niewkoop, Jesper Christensen, Harald Vogel und Ton Koopman. Seit 2009 ist er künstlerischer Leiter von La Cetra. Tatsächlich begann seine Partnerschaft mit dem La Cetra Barockorchester Basel bereits 1999 mit dem allerersten Konzert des Ensembles. Seither führt er es von Höhepunkt zu Höhepunkt im Rahmen von internationalen Konzerttourneen. Als Gründer der legendären Barockensembles «Sonatori de la Gioiosa Marca» und des Venice Baroque Orchestra gastiert Andrea Marcon seit vielen Jahren in allen bedeutenden Konzertsälen weltweit. Als Gastdirigent arbeitet er zudem mit den Münchner und Berliner Philharmonikern, dem Sinfonieorchester des Bayerischen und des Hessischen Rundfunks, den Bamberger Symphonikern u.v.m. und widmet sich in den letzten Jahren auch dem sinfonischen Repertoire von Beethoven, Schubert, Mendelssohn, Schumann und Brahms. Als Operndirigent war er u. a. an der Oper Frankfurt, den Opern in Valencia, Sevilla und Lausanne, in La Fenice oder am Bolschoi-Theater in Moskau eingeladen. Im Frühling 2023 gab er sein Debut an La Scala di Milano.rnÜber 80 oft preisgekrönte Aufnahmen als Dirigent, Cembalist und Organist zum Teil mit Wiederentdeckungen von Vivaldi, Caldara, Marcello, Galuppi, Porpora, Cimarosa oder Boccherini dokumentieren das reiche Repertoire, mit dem er sich bis heute beschäftigt. 2021 wurde ihm für seine Verdienste um die Musik Händels der Händelpreis der Stadt Halle verliehen.


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