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Mitreissend gespielte Entdeckungen
...Es war grossartige, völlig zu Unrecht vergessene Musik, die man an diesem Abend kennen lernte – und sie wurde mitreissend gespielt. Das Ensemble musizierte mit spürbarer Lust, im genauen Hinhören auf einander und verlieh den Partituren Vitalität und prachtvollen Klang. ... Die Flötisten Claire Genewein und Karel Valter brillierten mit wendigem Spiel und beseelten Legatobögen. ...Besonderen Anteil am Erfolg hatte der Cembalist Vital Julian Frey. Virtuos spielte er den reich verzierten Solopart in Bachs Cembalokonzert F.43. Vor allem aber begeisterte er als Continuo-Spieler, der mit viel Fantasie und grossem Stilgefühl so beherzt ins Geschehen eingriff, wie man es noch selten erlebt hat, dort eine Überleitung schuf, da ein Geigenduett ausdrucksvoll umspielte und so die Musik zusätzlich lebte. (zil)
© Basellandschaftliche Zeitung / MLZ; 19.11.2010; Seite 5
Francesco Cavalli: La Calisto am Theater Basel
...Bosse und der Orchesterleiter Andrea Marcon samt dem La-Cetra-Barockorchester Basel machen daraus amüsantes Welttheater, immer haarscharf auf dem Grat zwischen Komödie und Tragödie. ... Begleitet werden sie von einem ebenfalls streng nach Geschlechtern aufgeteilten, doppelchörigen Ensemble, in dem die auffällig vielen tiefen Saiteninstrumente gleichsam einen "erotisch" aufgeladenen Basso continuo bilden. ...
FAZ am Sonntag, 23.05.2010
... Das Basler Barockorchester La Cetra begleitet in zwei Formationen die Opernfiguren jeweils nach deren vermeintlichem oder tatsächlichem Geschlecht. Andrea Marcon dirigiert vom Cembalo aus und hat mit den Sängern und Instrumentalisten eine höchst farbenreiche und rhythmisch feinsinnige Wiedergabe erarbeitet. Dabei sind die Grenzen zwischen Vokalisten und Instrumentalisten fliessend, und einige Darsteller greifen zwischendurch sogar selbst zum Instrument. Amor (Anna Fusek) ist hier eine androgyne Gestalt, die auf der Bühne die Fäden zieht und dazu virtuos Flöte, Violine und Orgel spielt. All das wäre mit einem herkömmlichen Ensemble kaum möglich, doch die Basler Aufführung profitiert davon, dass mit Sängern und Instrumentalisten der Schola Cantorum Basiliensis vielseitig ausgebildete und versierte Multitalente in der Produktion mitwirken. ...
NZZ Online, 25.05.2010
Singen die (echten) Damen, spielt nur die eine Musiktruppe des seidenweich intonierenden La Cetra Barockorchesters, und bei den Herren die andere, souverän doppelgeführt von Andrea Marcon. Die Handelnden beachten das freilich nicht als Lösungsvorschlag. Und verfilzen sich so unentwirrbar in einem Liebeslabyrinth aus Fummeln und Fatalitäten, bei dem das volle Orchester ebenfalls geschlechterkämpft...
Die Welt, 25.05.2010
...Unmöglich wäre all dies freilich ohne das Barockorchester La Cetra, das sich trotz der ungünstigen Akustik tapfer behauptet und unter seinem Chef Andrea Marcon die Rezitative farbig begleitete, die Duette und Ensembles konzentriert unterfüttert und in den Passacaglia-Sätzen herrlich die Post abgehen lässt. Da vergisst man fast, dass Cavallis Musik im Vergleich zu der seines Lehrers Monteverdi mitunter schwach ist. Bravi und Begeisterungspfiffe im vollen Haus.
BaZ, 25.05.2010
...das starke Orchester "La Cetra" unter Andrea Marcon: "La Calisto" ist genial...
...Auch das Basler Barockorchester "La Cetra" wird nach Geschlecht geteilt. Es spielt unter dem grandiosen Andrea Marcon mit starkem Basso continuo als doppelchöriges Orchester wunderbar. Klangfülle, Intensität, packender Drive und Farbenreichtum sind im Spiel.
BZ am Sonntag, 23.05.2010
... Zwei Ensembles des großartigen La Cetra Barockorchesters Basel (Leitung: Andrea Marcon) sitzen sich gegenüber und begleiten abwechselnd die Frauen- und Männerwelt, wenn sie sich nicht wie bei den schwungvollen Tänzen zu einem mitreißenden Klangkörper vereinen.Gemeinsam haben Dirigent und Regisseur dieses Konzept entwickelt. Musik und Szene reichen sich die Hand.
Badische Zeitung, 26.05.2010
„La Calisto“ in Basel ist ein Fest der Stimmen, mit glitzernden, unverhohlen sinnlichen Continuo-Farben begleitet vom La Cetra Barockorchester Basel, dirigiert von Orchesterchef Andrea Marcon am Cembalo.
Südkurier, 26.05.2010
Zu den interessanten Aufführungen gehören die Opern "La Calisto" in Basel
Financial Times Deutschland, 24.05.2010
... Das Barockorchester La Cetra unter der Leitung eines hervorragenden Andrea Marcon versteht sich darauf, die reich instrumentierte Musik dynamisch diversifiziert und technisch tadellos erklingen zu lassen. Zumeist präsent ist Anna Fusek (Amore), die mit ihrer Blockflöte – sinniger Bogenersatz – Liebespfeile schießt und damit zum chaotischen Liebesgewirr beiträgt ... Ein überaus starkes Sängerensemble, das ebenso hohes darstellerisches Potential besitzt, wurde hier mit einem vorzüglichen Orchester kombiniert und realisierte eine sehr originelle und außergewöhnliche Lesart des Werkes. Der nicht enden wollende, tosende Applaus zeigte zusammen mit Standing Ovations mehr als deutlich, was für ein großer Erfolg an diesem Abend in Basel gefeiert wurde.
Operapoint, 22.05.2010
...Die Polarität des Geschehens erstreckt sich bis in den Orchestergraben. Zwei Ensembles des La Cetra Barockorchesters Basel (Leitung: Andrea Marcon) sitzen sich gegenüber und begleiten abwechselnd die Frauen- und Männerwelt, wenn sie sich nicht wie bei den schwungvollen Tänzen zu einem mitreißenden Klangkörper vereinen. Der flötende Amor (Anna Fusek), den das Publikum schon im Foyer kennengelernt hat, hält dieses Liebesspiel in Gang...
kultiversum, 21.05.2010
... Besonders schön, dass auch das Orchester mit ins Spiel einbezogen wird: Linfea begleitet sich selbst am Cembalo, Amor spielt Flöte, Violine und Orgel, Satirino bläst ins Zink. Das ist ein sehr kurzweiliger, unterhaltsamer Abend, der vom Publikum frenetisch gefeiert wurde.Das ist vor allem auch dem musikalischen Leiter des Abends zuverdanken, Andrea Macon. Was für ein Vollblutmusiker das ist, kann man hören, wenn Macon selbst am Cembalo sitzend die Sängerinnen und Sänger mit seinem farbreichen, reich ausgestalteten Spiel begleitet. Dass er die Anstrengung nicht scheut, ein doppeltes Orchester und weit über den Raum verteilte Sänger/innen zusammenzuhalten, ist mehr als eine anerkennende Erwähnung wert – das ist absolut grandios. Auch immer wieder ein schönes Hörerlebnis: das Orchester „La Cetra“, diesmal besonders reich im Continuo besetzt und Macon lässt der Ausgestaltung der Rezitative breiten (und freien) Raum, was derLebendigkeit dieser Vortragsform enorm gut tut...
Capriccio Kulturforum, 27.05.2010
DANKE Meinrad Schweizer
Meinrad Schweizer wurde im Januar 2010 pensioniert und übergab nach zehn Jahren zum Jahreswechsel sein Amt als Geschäftsführer des La Cetra Barockorchester Basel an Doritt Härtel. Als Projektleiter der Schola Cantorum Basiliensis hob Meinrad Schweizer das Orchesters mit der Aufführung von Monteverdis „La guerra d’amore“ 1999 am Theater Basel mit aus der Taufe. Nach der offiziellen Gründung übernahm er die Geschäftsleitung. La Cetra wurde unter seiner administrativen Regie zu einer Erfolgsgeschichte – als Botschafterin der Schola Cantorum Basiliensis und hochqualifiziertes Spezialensemble für Alte Musik wurden und werden La Cetra durch Publikum und Fachpresse auf den internationalen Podien so manche Lorbeerkränze geflochten.
Wir danken Meinrad Schweizer für sein grossartiges, selbstloses Engagement für das La Cetra Barockorchester Basel und freuen uns, dass er dem Orchester als warmherziger Freund und kompetenter Ansprechpartner weiterhin verbunden bleibt. Wir wünschen ihm alles Gute und eine spannende Zeit mit vielen schönen neuen Herausforderungen.
La Cetra mit Herzblut geleitet - MZ Freitag, 05. Februar 2010
Orlando Furioso, Theater Basel
Marcon gibt der Musik Vitalität und emotionale Tiefe. Die Barockspezialisten von «La Cetra» spielen fabelhaft: farbenreich und ausdrucksstark.
bazonline, 30.05.09
Vom ersten Ton an packt Antonio Vivaldis Musik in der Basler Aufführung seiner Oper «Orlando furioso». Wie Dirigent Andrea Marcon, ein Spezialist für venezianischen Barock, mit den Musikerinnen und Musikern des «La Cetra Barockorchester Basel» die melodischen Linien schon der einleitenden Sinfonia gestaltet, sie ineinander fliessen lässt, versetzt einen ins Staunen. Da ist Spannung, Leichtigkeit und vorwärtstreibende Kraft in der Musik – und eine Sinnlichkeit, die verzaubert.
bz 31.05.09
Namenskonzert La Cetra, Peterskirche
Die besondere Stärke des Ensembles liegt nach wie vor bei den kompakt agierenden, vom Silberschimmer der Geigen überstrahlten Streichern, die in Kuhnaus Sonate mit expressivem Spiel packten.
bz, 20.03.09
L’Orfeo, Theater Basel
...Das mit originalen Instrumenten besetzte Orchester mit Zink, Theorbe, Chitarrone und, im Höllenakt, einem Regal mit handbetriebenen Bälgen lotet das reiche Klangspektrum sinnlich und kreativ aus....
...Andrea Marcon, zu Beginn am Cembalo, später am Positiv, «dirigiert» höchst behutsam, packt nur bei den tänzerischen oder chorischen Tutti stärker zu und belässt so der Musik Raum und Zeit, ihr sprechendes Naturell wunderbar zu entfalten...
Der Landbote, 05.02.2008
...Dazu trägt auch Monteverdis geniale Musik bei, die Andrea Marcon, Dirigent, Organist und Cembalist, sowie La Cetra Barockorchester Basel vital und mitreissend spielen. Das zuerst an den Seiten der Foyer-Treppe aufgestellte und im dritten bis fünften Akt vor der Bühne platzierte Orchester lotet die Partitur farbenreich und ausdrucksstark aus – von den ersten Fanfaren über swingende Tänze bis zu den berührenden lyrischen Passagen. Dicht und lebendig klingt die Basso-continuo-Begleitung....
Mittellandzeitung, 03.02.2008
...Den Klang der Zinken, die in der Toccata die Oberstimmen spielen, bringt das fabelhafte Barockorchester La Cetra aus Basel zu prächtigster Wirkung. Überhaupt stellt der in Zusammenarbeit mit der Schola Cantorum Basiliensis entstandene Abend die Farben dieser vierhundert Jahre alten Musik mit aller Lust heraus. Vielfältig die Besetzung des hier so wichtigen Generalbasses mit Gamben und Celli, Cembalo und Orgel, Harfe und Theorben, und was der eine Violone für Basswirkung erzielt, ist ebenso erstaunlich wie die Virtuosität, mit der grössere und kleinere Blockflöten tirilieren....
NZZ, 04.02.2008
Pelerinages, Kunstfest Weimar
...Zu dem Altus gesellten sich ein im Klang an ein Tenorsaxophon erinnerndes kleines Klarinettenblasinstrument, die Chalumeau, und eine scharf konturierende Geige zur stets korrekt agierenden Bassgruppe. Triosonaten von Zelenka und seinem Lehrer Fux, die zwischen je zwei Lamentationen gespielt wurden, boten den La-Cetra-Instrumentalisten Platz, sehr gepflegt sowohl die Virtuosität als auch die musikalische Intellektualität der Werke zu präsentieren...
Thüringische Landeszeitung, 15. September 2008
Dies Academicus
...Zu voller Grösse und Form wuchs La Cetra nochmals in Jan Dismas Zelenkas Ouvertüre in F-Dur, die Klangpracht, Schwung und bisweilen gewagte harmonische Fortschreitungen mit der für Zelenka typischen Kunst, knapp und prägnant zu bleiben, verband...
BaZ, 28.11.2008
Les Muséiques, Kunstmuseum Basel
...Doch noch immer haftet dem etwas gedämpften Klang alter Instrumente eine gewisse Zerbrechlichkeit an. Umso überraschender die saftige Fülle und die überbordende Ausgelassenheit, die das Orchester La Cetra unter der Leitung seines Konzertmeisters David Plantier und der Sänger Andreas Scholl in selten erlebter Intensität vorlegten. Barocke Verzierungskunst wurde einem da als Mittel zum Effekt, zur akustischen Überraschung vorgeführt...
BaZ, 04.04.2005
Les Muséiques, Barfüsserkirche Basel
...Die klangliche Flexibilität des Orchesters bereicherte dieses Werk ungemein. Dynamisch und interpretatorisch schien alles an seinem Platz, es bestand nicht der geringste Zweifel, dass die Musik einfach so und nicht anders klingen muss. Kontraste innerhalb der Musik kamen so schön zum Tragen, und die verschiedenen Stimmungen fanden einen prägnanten klanglichen Ausdruck...
bz 12.06.2006
