Francesca Caccini (1587 - 1640)

La liberazione di Ruggiero dall'isola d'Alcina (Florenz 1625)

Manfred Weiss, Regie
Barbara Leitherer, Tanz
Marion Menziger, Bühne
Marianna Meyer, Kostüm
Cornelius Hunziger, Licht
Christine Fischer, Dramaturgie, Konzept
Helena Langewitz, Regieassistenz
Giorgio Paronuzzi, Leitung
Opernklasse der Schola Cantorum Basiliensis, SolistInnen und Chor
La Cetra Barockorchester Basel, Stimmführer
Studierende der Schola Cantorum Basiliensis, Orchester

11. Mai 2012, 19.30 Uhr - Premiere
13., 14., 15., 20. und 21. Mai 2012, 19.30 Uhr

Werkeinführung 19.00 Uhr
Eventraum blindekuh basel, Gundeldinger Feld
Dornacher Strasse 192, 4053 Basel
Eintritt frei, Kollekte

Platzkartenreservierung erforderlich: Telefon 0041.61.2645792
Musik-Akademie Basel: Mo-Fr 9-12 und 13-17 Uhr

24. und 25. Mai 2012, 19.00 Uhr
Semperoper Dresden - Semper 2
Theaterplatz 2, 01067 Dresden
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Zwischen Liebeszauber und Pflicht – Francesca Caccinis Opernheld Ruggiero als Spielball starker Frauen

Das Team der 2009 erfolgreichen Scarlatti-Produktion Penelope la casta setzt seine Arbeit mit der Inszenierung eines Opernballetts der Florentinischen Hofkomponistin Francesca Caccini fort. Im Rahmen des Forschungsprojektes „Gender Transgressionen“ kommt La liberazione di Ruggiero dall’isola di Alcina im Eventraum blindekuh Basel und in der Semperoper Dresden zur Aufführung.
Ein junger, vielversprechender Krieger, gefangen im Liebeszauber einer schönen Verführerin, die ihn seine Herkunft und seine Bestimmung vergessen lässt – dieses Urmotiv einer „verhängnisvollen“ Paarbeziehung liefert die Handlung.
Die Sängerinnen und Sänger der Opernklasse, begleitet vom La Cetra Barockorchester Basel und Studierenden der Schola Cantorum Basiliensis, präsentieren das Opernballett in einer Hochschul-Inszenierung, die musikalisch und szenisch eine Annäherung an die historische Uraufführung von 1625 voraussetzt, sie aber behutsam in das Hier und Jetzt überträgt.
Dass an der Entstehung und Erstaufführung dieser Ballettoper Frauen massgeblich beteiligt waren – Francesca Caccini als Komponistin und Maria Magdalena von Österreich als Auftraggeberin – verleiht ihr eine besondere Note: Der Kampf zweier Frauen, der Verführerin Alcina und der mahnenden Mutterfigur Melissa, erscheint weit wichtiger als das männliche Heldentum des befreiten Ruggiero.
Francesca Caccini wuchs in einer berühmten Musikerfamilie auf und musizierte von Kindesbeinen an. Die im damaligen Florentiner Stil, dem ausdrucksstarken „rezitierenden Singen“, verfassten Rezitative machen den besonderen Reiz ihres Opernballetts aus. Die Musik sollte das Publikum vereinnahmen und verwandeln – ein Prozess, den auch das Basler Publikum miterleben soll, nicht zuletzt in einem besonderen Klangerlebnis in absoluter Dunkelheit, das die Aufführung beschliessen wird.

Internationale Tagung
zur Einführung in die Probenarbeit der Opernklasse der Schola Cantorum Basiliensis

29. Oktober 2011, 09.15 - 18.00 Uhr
Kleiner Saal, Musik Akademie Basel
Tagungsbericht

Eine Produktion in Zusammenarbeit mit der Schola Cantorum Basiliensis - Hochschule für Alte Musik